In einem hart umkämpften Handballspiel verloren müde-wirkende Kieler gegen eiskalte Iberer verdient mit 25:31. Kaum jemand hatte eigentlich daran gezweifelt, dass der THW sich den Pokal in eigener Halle noch aus der Hand nehmen ließe, doch nach einer torarmen 1. HZ folgte eine noch schwächere Chancenausbeute in der 2. HZ.
Die gut 10.000 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena sahen ein Champions League Finale der schwächeren Sorte mit wenig spielerischen Höhepunkten. Den Unterschied an diesem Abend machten 3 Individualisten auf spanischer Seite: Linkshänder und erfolgreichster Werfer des gesamten Spiels Olafur Stefansson (13/5), Linksaußen Jonas Källmann (10) und ein schier unüberwindbarer Torhüter Sterbik. Unschöner Höhepunkt gegen Ende Spiels war die rote Karte von Christian Zeitz, der nach einem eher harmlosen Foul an sich die Nerven verlor und ein großes Gerangel beider Mannschaften anzettelte. Sogar das Kieler Publikum am Spielfeldrand wurde von der Stimmung angeheizt und der ein oder andere “Fan” nahm diverses zum Drauflosprügeln in die Hand.
Die Enttäuschung war auf beiden Seiten spürbar, hatte man an der Ostsee doch eine ganz andere Siegesfeier geplant.
Der THW muss diese bittere Pille nun erst einmal verdauen um dann alle Kräfte für die beiden letzten Spieltage der Bundesliga zu mobilisieren. Die deutsche Meisterschaft wäre nach dem DHB-Pokal der zweite Titel in diesem Jahr.
Vielleicht fällt es den Kielern dann leichter, das verkorkste CL-Finale zu verarbeiten.
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