Der amtierende Champions League Sieger hat schon eine Hand an der begehrten Schale. Nach dem 29:27 für die Kieler im Hinspiel gegen Ciudad Real, muss es schon mit dem Teufel zugehen, dass sich die Jungs um Kapitän Stefan Lövgren vor heimischen Publikum den Triumph noch nehmen lassen sollten.
Die beiden Halbzeiten im Schnelldurchlauf:
1. HZ: 1. Knockout aber souveräne Kieler halten dagegen
Beide Teams gehen von der ersten Minute an ein sehr hohes Tempo, die Tore fallen hüben wie drüben. Die erste unschöne Szene ereignete sich in der 3. Minute als Didier Dinart (bekannt als unangenehmer Zeitgenosse, im früheren Leben sicher mal Türsteher) das Gesicht von Dominik Klein mit dem Ball verwechselte. Das Ergebnis: blutige Nase für den Kieler Linksaußen (der erst Mitte der 2. Hälfte wieder aufs Parkett konnte) und 2 Minuten Bedenkpause für den Franzosen. Im weiteren Verlauf fiel die etwas unzureichende Chancenauswertung der Kieler auf, die allzu oft am Schlussmann der Spanier scheiterten. Es reichte dennoch zur knappen Pausenführung von einem Tor (14:13). Außerdem muss mal erwähnt werden, dass Männer eindeutig zu viel schwitzen!!! Die Wischpausen verlängerten das Spiel um ca. 15 Minuten (gefühlte 45)!!!
2. HZ: 2. Knockout und die Show des Nicola Karabatic
Die zweiten 30 Minuten ereigneten sich in etwa folgendermaßen: die Abschlussschwäche vor dem Tor bei Kiel ist geblieben, die großen Wischer der spanischen Putzmädels auch sowie die robuste (teilweise überharte) Abwehr der Hausherren. Dennoch, die Kieler ließen – bis auf einen kleineren Zwischenspurt von Ciudad zur zwischenzeitlichen 3-Tore Führung – kaum Zweifel aufkommen, dass sie gewillt sind, den Titel der besten Clubmannschaft zu verteidigen. Ein furios aufspielender Nico Karabatic, der trotz erwähntem Knockout die Bälle sogar aus ca. 12 Metern dem spanischen Tormann um die Ohren jagdte und ein erstarkter Thierry Omeyer im Tor waren die Garanten für den verdienten Auswärtssieg in La Mancha.
Am kommenden Sonntag heißt es zuhause die Nerven zu behalten. Dann steht dem Titel nach 2007 wohl kaum mehr etwas im Wege, auch kein spanisch-französisches Bollwerk in Form von Davis und Dinart!
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