1. Die Tourenwagen sehen noch aus wie “richtige” Autos. Natürlich sind die Tourenwagen anders konstruiert und die (Kunststoff-)Karosserie eben nur den gebräuchlichen Modellen nachgebildet, aber es schafft Vertrautheit und das Gefühl, dass hier “noch wirklich Auto gefahren” wird. Die Formel 1-Wagen hatten ja schon in ihrer frühen Zeit mehr Seifenkisten- als Autocharakter.
2. Durch die immerwährende Konkurrenz zwischen den Herstellern Audi und Mercedes erhalten die Tourenwagen-Masters noch einen interessanten Zweikampf obendrauf und Zweikämpfe sind meistens spannender als Zwei-Plus-X-Kämpfe (und nicht zuletzt übersichtlicher).
3. Ein Großteil der Rennen findet in Deutschland statt. Das heißt, man hat häufiger die Chance, ein Rennen live und auch in der Region zu sehen. Bei der Formel 1 gibt es einen Großen Preis in Deutschland, wer also häufiger als 1x im Jahr live zusehen möchte, der sollte reisefreudig sein.
4. Die Tickets für die DTM sind erschwinglich. Sich ein Rennen live anzusehen, ist also nicht nur geographisch, sondern auch preislich machbar. Während man bei der Formel 1 beim diesjährigen GP in Hockenheim schon 60-120 Euro allein für einen Stehplatz ausgibt, kriegt man einen Stehplatz bei der DTM schon für ca. 15 Euro, Sitzplätze in der besten Kategorie (Gold) für 40-70 Euro.
5. Es ist zeitlich einfacher, sich jedes Rennen der DTM live im Fernsehen anzusehen. Wenn in der Formel 1 die Großen Preise in Australien, Brasilien, Kanada, China, Singapur oder Japan starten, dann kann man das eben dank Zeitverschiebung nicht immer mit einem gemütlichen Sonntag Nachmittag verbinden, sondern hätte wie im März beim GP Australien schon um 5 Uhr aufstehen müssen.
Natürlich hätte ich jetzt auch ganz emanzipiert sagen können: Na die DTM, da fahren doch auch Frauen mit!! Na hallo, dann ist das allein schon aus dem Grund besser als bei der Formel 1. Aber dann hätte ich auch gleich dazu sagen müssen, dass die dort eher gut aussehen als gut fahren und insofern auch wieder nichts zu melden haben.
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